Dialog- und Sprachdatensammlung


Per E-MAIL übermittelte Dialoge

BEOBACHTER:  Christine Heitzinger
ORT:         zu Hause (Kärnten)
KIND:        Daniela
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ALTER:       1;9;15
SITUATION:   gemeinsames Spielen, draußen fährt Rettungsauto
             vorbei (ist zu hören, nicht zu sehen)
KIND:        aua!
ERWACHSENER: da hat sich jemand weh getan!
KIND:        ena (Daniela) aua! ena einer Atzer!
ERWACHSENER: wie bitte? sag's noch einmal!
KIND:        ena einer Atzer!
ERWACHSENER: ich versteh dich nicht!
KIND:        ena einer Atzer - da, nie! (Daniela kleiner
             Kratzer am Knie)


Der Dialog wurde von Christine Heitzinger aufgezeichnet.

BEOBACHTER:  Frauke Büchner
ORT:         Eltville (Hessen)
KIND:        Roman
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ALTER:       1;10,20
SITUATION:   Beim Einkauf. Roman steigt in ein "Einkaufsauto"
             (kleines Auto im Einkaufswagen integriert)
KIND:        Ich fahr Auto! Ich mach die Bi-Ba-Butzemann an.
             (zeigt auf Plastikschlüssel im Auto, dreht daran).
ERWACHSENER: Wo machst du die an? Im Radio?
KIND:        Ja-a!
ERWACHSENER: Wohin fährst du denn?
KIND:        Zum Aldi! Tü-üss, Mama! (winkt)

SITUATION:   Roman geht unvermittelt in sein Zimmer, holt
             Bauklötze in Säulenform und kommt zurück in die
             Küche. Mutter kocht.
KIND:        Willst du auch ein Eis? (Zeigt auf Bauklotz,
             gibt es mir, behält einen Klotz in der Hand -
             das Eis)
ERWACHSENER: Ja! Was ist das für ein Eis? Erdbeereis?
KIND:        Ja!
ERWACHSENER: Und was hast du? Schokoladeneis?
KIND:        Nein, hab ich auch Erdbeereis! Der Roman ist ganz
             bunt im Gesicht, voller Eis. Snell wassen an der
             Spüle. (Er spricht nicht Schpüle, sondern so, wie
             man es schreibt).


Die Dialoge wurden von Frau Büchner mitgeteilt.

BEOBACHTER:  Annette Schoppmann (Rheinland-Pfalz)
ORT:         Kandel (Rheinland-Pfalz)
KIND:        Lina
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ALTER:       2;4,21
SITUATION:   Kind will unbedingt das Puzzle vom Regal haben.
ERWACHSENER: Das Puzzle bekommst du erst, wenn du älter bist.
             Du wirfst ja immer alle Teile durch die Gegend und
             räumst sie dann nicht mehr auf.
KIND:        Bitte haben! Lina nicht werfen. Ich kann nicht Eltern
             sein. Bin eine Lina. Eine brave Lina.

SITUATION:   Mutter fühlt sich nicht gut und legt sich aufs Bett.
             Kind kommt zu ihr.
ERWACHSENER: Ich bin etwas kaputt. Mama fühlt sich gar nicht gut
             heute.
KIND:        Wo ist ein Loch?

ALTER:       2;4,27
SITUATION:   Lina beobachtet einen Mann, der mit einem großen Besen
             fegt:
KIND:        Der Mann best.


Die Dialoge wurden von Frau Annette Schoppmann übermittelt.

BEOBACHTER:  Susanne Plenio (Mutter)
ORT:         Berlin
KIND:        Aki
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ALTER:       2;7,15
SITUATION:   Aki futtert Rosinen. Mutter freut sich.
KIND:        Die schmecken, die Affelsinen! (Apfelsinen)
ERWACHSENER: Ro-sinen!
KIND:        Aba die sin doch braun!
ERWACHSENER: Die heißen ja auch nicht 'Rot-sinen',
             Aki. Ro-Sinen.

ALTER:       2;0,29
SITUATION:   Aki will vor der Mutter die Treppe runtergehen, sie
             soll oben warten. Als er am ersten Absatz ist, ruft
             er hoch:
KIND:        Mama, fozichtig sein!
ERWACHSENER: Sag nochmal, ich versteh nicht!
KIND:        Fozichtig sein!
ERWACHSENER: Wie bitte? Was soll ich sein?
KIND:        Fozichtig, Mama! Aufpassen sein!

Die Dialoge wurden von von Frau Plenio aufgezeichnet.

BEOBACHTER:  Frau J.Schammler (Großmutter von Robin)
ORT:         Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen)
KIND:        Robin
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ALTER:       1;11,27
SITUATION:   Robin wird abends noch gestillt - das soll jetzt
             abgestellt werden. Die Mutter sagt nun vorher:
ERWACHSENER: Nur ganz wenig trinken.
KIND:        Nur ganz wenig trinken.
ERWACHSENER: Ja, ganz wenig und dann schlafen
KIND:        Nur ganz viel trinken!

ALTER:       1;11,27
SITUATION:   Wir sahen in der Zoohandlung einen Leguan. Das Wort
             kannte er noch nicht. Für ihn war das nun ein
             "Lego Hahn" (Lego und Hahn waren ihm bekannt.)

ALTER:       2;1,27
SITUATION:   Robin bekommt manchmal von mir etwas Reis in einem
             Tablett. So kann er mit seinen kleinen Lego Fahrzeugen
             baggern und laden. Er bedeckt ein Lego-Männlein mit Reis.
KIND:        Der Bob muss slafen. Is decke ihn  jetzt zu. Das is
             Zudeckreis.

Die Dialoge wurden von Frau Schammler beobachtet.

BEOBACHTER:  Janet Paul (Mutter)
ORT:         Dortmund
KIND:        Amélie
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ALTER:       1;7
SITUATION:   Heute morgen hat ein Maulwurf ein Loch im Garten gegraben.
             Papa hat das Loch wieder zugemacht. Amélie hat dies beobachtet.
             Der Papa kommentierte sein Tun: "Papa macht das Loch vom Maulwurf zu"
             Beim Mittagessen beginnt Amélie sich zu erinnern:
AMÉLIE:      maulma!
MAMA:        Ja, da war ein Maulwurf im Garten!
AMÉLIE:      loch
MAMA:        Genau, der Maulwurf hat ein Loch gegraben!
AMÉLIE:      tu!
MAMA:        Der Papa hat das Loch zugemacht!
AMÉLIE:      gaartn
MAMA:        Ja, im Garten hat der Maulwurf ein Loch gegraben...
AMÉLIE:      maulma...tu...papa..........paapaa!
MAMA:        Papa ist zur Arbeit gefahren!
AMÉLIE:      bu
MAMA:        Nein, heute ist er nicht mit dem Bus, sondern mit dem Auto gefahren
AMÉLIE:      auto


Der Dialog wurde von von Frau Paul aufgezeichnet.

BEOBACHTER:  Frau Forster (Großmutter von Anne-Katrin)
ORT:         Neustadt
KIND:        Anne-Katrin
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ALTER:       1;11,23
SITUATION:   An der Kasse im Edeka-Markt (Dorfladen) steht ein kleiner
             Ventilator (hatte ich gar nicht gesehen):
KIND:        Oh, guck mal Oma, eine Drehblume!
ERWACHSENER: Was meinst du denn, Motti?
KIND:        [Zeigt auf den Ventilator]
ERWACHSENER: Ach, du meinst den Ventilator!?

Am nächsten Tag im Laden hat sie dann sofort gesagt:
"Guck mal, ein Ventilator."


Der Dialog wurde von Frau Forster beobachtet.

BEOBACHTER:  Frau Forster (Großmutter von Anne Katrin)
ORT:         Neustadt am Rübenberge
KIND:        Anne Katrin
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ALTER:       2;1,13
SITUATION:   Oma mit Enkelkind im Spielzimmer.
             Vor längerer Zeit hatte ich dem Kind mal einen
             Löffelbiskuit gegeben.
KIND:        Oma, ich möchte einen Quietschbislöffel.
ERWACHSENER: Was möchtest du haben, sag es bitte noch einmal.
KIND:        Einen Quietschbislöffel.
ERWACHSENER: (nach längerem Nachdenken) Meinst du einen
             Löffelbiskuit?
KIND:        Ja.


ALTER:       2;2
SITUATION:   Während einer Radfahrt gegen Abend (17 Uhr)
KIND:        Oma, ist jetzt Feierabend?
ERWACHSENER: Ja, warum fragst du?
KIND:        Fahren wir jetzt zu einer Feier? So, wie einmal alle
             zusammen?
KIND:        Nein, wir fahren jetzt nach Hause.

Danach fand noch eine ausführliche Unterhaltung über eine Feier statt, auf der das Kind vor ca. 2 Monaten war.


Die Dialoge wurden von Frau Forster übermittelt.





Diese Seite ist Bestandteil der mobilen Version des Informationsangebotes "Die frühe Sprachentwicklung des Kindes"
http://www.mutterspracherwerb.de
Autor: Bernd Reimann © 1998-2017